Unsere Email vom 15. April

Wir haben am 15. April eine Email an alle gartenglück-ler verschickt. Wir haben trotz mehrmaliger Versuche, die Email zu versenden, zahlreiche Fehlermeldungen erhalten. Deshalb kann sie hier heruntergeladen werden:

Email_15.04.20


Der Anbauplan

Auf dem Anbauplan sind die einzelnen Reihen so abgedruckt, wie sie auf dem Feld ausgesät / gepflanzt wurden. Beliebte Kulturen sind mehrfach angebaut; wie z.B. Kartoffeln, Möhren und Zwiebeln. Der Reihenabstand beträgt meist 50 cm. Pflanzen, die zwischen zwei Reihen wachsen, sind entweder Wildkräuter oder Gemüse bzw. Blumen, die sich vom letzten Jahr dort selbst ausgesät haben. Die orange hervorgehobenen Reihen werden erst später gesät / gepflanzt.

Ergänzende Infos zum Anbauplan:

Der gartenglück-Blog: Das who is who der "frisch geschlüpften" Pflänzchen - eine gute Erkennungshilfe!

Tomate & Gurke:

Tomate & Gurke werden von uns als Jungpflanzen gesetzt. Sie sind sehr kälteempfindlich! Erst Mitte Mai, wenn die Eisheiligen vorbei sind und auch sicher keine Nachtfröste mehr bevorstehen, können wir Tomaten & Gurken pflanzen. Die Pflänzchen haben wir selber vorgzogen. Auf jede 50 m²-Parzelle pflanzen wir eine Cocktailtomate der Sorte Primabella, die eine sehr hohe Toleranz gegen Braunfäule hat. Sie kann bis zu zwei Meter hoch wachsen und benötigt deshalb eine stabile Stütze! Die Gurke Gundel sieht zwar aus wie eine große Einlegegurke, ist aber eine tolle Snackgurke ganz ohne Bitterstoffe. Sie braucht keine Rankhilfe.

Zucchini & Kürbis:

Für Zucchini & Kürbis geben wir das Saatgut während der Ackertermine aus: Pro kleine Parzelle zwei Samenkörner der Sorte Red Kuri (Hokkaido). Von den Zucchini-Samen gibt es pro kleine Parzelle drei Körner: eine grüne, eine gelbe und eine grün-gestreifte Sorte. Zucchini & Kürbis können ab dem 15. Mai direkt an Ort & Stelle auf der Parzelle gesät werden. Wer mag kann sie ganz einfach zu Hause im Topf auf der Fensterbank vorziehen. Infos zur Vorgehensweise stehen weiter unten.

Basilikum & Buschbohnen:

Beide Kulturen sind wärmeliebend und werden erst dann gesät, wenn die Schwankungen zwischen den Tag- und Nachttemperaturen nicht mehr so stark sind. Der Abdruck der Sämaschinen verrät deutlich, wenn diese Kulturen (etwa Anfang Mai) ausgesät wurden.


04. Mai: Was steckt unter dem Abdeck-Vlies?

Inzwischen konnten wir in Sürth und Buchheim Salat & Kohl pflanzen. Die vier Kohl-Reihen sind mit Vlies abgedeckt, um sie vor Vogelfraß zu schützen!

Die folgenden Handgriffe sollten nun möglichst bald erledigt werden:

1. Vliese durchtrennen: Das Vlies muss entlang der Trampelpfade mit einer Schere durchgeschnitten und „aufgeklappt“ werden.

2. Pflanzen kontrollieren: nachschauen, ob alle Pflanzen richtig gepflanzt sind (Salat & Kohlrabi sehr flach; alle Kohl-Sorten schön tief, siehe Pflanz-Anleitung). Fehlende oder abgefressene Pflänzchen ersetzen wir natürlich kostenlos. Dazu bitte mit den „kaputten“ Pflanzen zum Pflanzenverkauf während der Ackertermine kommen!

3. Pflanzen wieder zudecken und die Vliese mit Steinen, Stöcken oder Erde befestigen. Auf dem Acker darf kein Plastik verwendet werden!! Bitte auch die angrenzenden Nachbar-Vliese beschweren, damit der Wind nicht darunter fahren kann. Danke!

 

05. Mai: Die richtige Vorgehensweise bei der Aussaat von Zucchini & Kürbis

Bitte erst loslegen, wenn Gurken und Tomaten im Boden sind!! Sie werden von uns als Jungpflanzen gesetzt. Tomate & Gurke sind sehr kälteempfindlich! Erst Mitte Mai, wenn die Eisheiligen vorbei sind und auch sicher keine Nachtfröste mehr bevorstehen, können wir diese Kulturen pflanzen. Die Pflänzchen haben wir selber vorgezogen.

Für Zucchini & Kürbis geben wir das Saatgut während der Ackertermine aus: Pro kleine Parzelle zwei Samenkörner der Sorte Red Kuri (Hokkaido) und drei Zucchini-Samen: eine grüne, eine gelbe und eine grün-gestreifte Sorte. Zucchini & Kürbis können ab dem 15. Mai direkt an Ort & Stelle auf der Parzelle gesät werden.

Zucchini:
3 Samenkörner; 60 cm Abstand zueinander; 3 cm tief

Kürbis:
2 Samenkörner; 60 cm Abstand zueinander; 3 cm tief

Vorgehensweise:

    1. Im Bereich zwischen der Tomate (sie wird Mitte Mai gepflanzt) und der Wunschreihe die oberste Bodenschicht mit der Hacke leicht lockern.
    2. Mit dem Hackenstiel den Bereich in zwei etwa gleich große Beete unterteilen (Rille ziehen).
    3. Jeweils ein Beet den Zucchini-Pflanzen und eines dem Kürbis zuordnen:

    • An zwei bzw. drei Stellen im Abstand von 60 cm den Boden gut auflockern (nicht umgraben!), dann mit der Hand die Erde wieder etwas anklopfen.    
    • An jeder Stelle mit dem Finger ein Loch von 3 cm Tiefe machen.
    • Den Samen hineinlegen und das Loch zumachen.
    • An der Stelle die Erde wieder gut anklopfen, damit der Samen engen Bodenkontakt hat und gut mit Wasser versorgt werden kann.

Abschließend jede Aussaatstelle mit einem Holzstäbchen markieren.


12. Mai: Fruchtfolge - das Mittel der Öko-Bauern gegen Krankheiten auf dem Feld

Was genau ist eine Fruchtfolge?

Jede Pflanze lässt sich einer besti­mmten Pflanzenfamilie zuordnen. Pflanzen einer Familie können i.d.R. auch die gleichen Krankheiten bekommen. Deshalb sollten Angehörige einer solchen Pflanzenfamilie nicht über mehrere Jahre an derselben Stelle im Garten angebaut werden. Stattdessen sollte eine Anbaupause von etwa 4-5 Jahren für die gesamte Pflanzenfamilie folgen! Dort, wo in einem Jahr der Kohlrabi gewachsen ist, gilt entsprechend für die gesamte Familie der Kreuzblütler eine Anbaupause: D. h. für alle Kohlsorten, Radieschen, Rettich, Rucola usw! Den zeitlich versetzten Anbau der verschiedenen Pflanzenfamilien nacheinander durch die Einhaltung von Anbaupausen auf dem Feld oder im Garten bezeichnet man als Fruchtfolge.

Die Gemüsekulturen, die wir im gartenglück anbauen, gehören acht verschiedenen Pflanzenfamilien an. Diese sind drei Blöcken zugeordnet, deren Anbau über drei Jahre hinweg auf dem Feld rotiert:  

Block GHK: Gänsefußgewächse, Hülsenfrüchte & Korbblütler
Block LDK: Lauchgewächse, Doldenblütler & Kreuzblütler
Block NK: Nachtschatten- & Kürbisgewächse

Auf diese drei Jahre Gemüse folgen drei Jahre, in denen wir „gemüsefremde“ Kulturen anbauen – also solche, die nicht den Pflanzenfamilien unserer Gemüsepflanzen angehören. So ist sichergestellt, dass für jede Kultur ausreichend lange Anbaupausen eingehalten werden.

Beispiel der Fruchtfolge im gartenglück:

1. Jahr: Gemüse: Block GHK, LDK, NK
2. Jahr: Gemüse: Block LDK, NK, GHK
3. Jahr: Gemüse: Block NK, GHK, LDK
4. Jahr: Hafer-Sommerwicke-Mischung
5. Jahr: Kleegras (Gründüngung)
6. Jahr: Blühmischung, die Insekten, Menschen & Boden erfreut

Bedeutung unserer Fruchtfolge für die Bewirtschaftung der gartenglück-Parzellen

1.Bepflanzung der Wunschreihen:

In jedem Block gibt es eine Wunschreihe, die auch nur mit einer Kultur des jeweiligen Blocks bepflanzt werden soll. Heißt: Wer beispielsweise Paprika anbauen möchte, schaut nach, zu welcher Pflanzenfamilie sie gehört (siehe Aussaat- & Ernte-Kalender oder Pflegekalender im Internet) und setzt sie dann in die Wunschreihe des entsprechenden Blocks. In diesem Fall: Paprika gehören zu den Nachtschattengewächsen und werden deshalb in die Wunschreihe des Blocks der Nachtschatten- & Kürbisgewächse gepflanzt.

2. Nachpflanzen und -säen: Auch in die abgeernteten Reihen eines Blocks können nur Angehörige der Pflanzenfamilien aus diesem Block gesetzt werden! Beispiel: Nach Radieschen (= Kreuzblütler) können z.B. Möhren (= Doldenblütler), wieder Radieschen, Rettich (= Kreuzblütler) oder Kohl (=Kreuzblütler) gesetzt werden.

Warum ist die Fruchtfolge so wichtig?

- eine ausgewogene Fruchtfolge ist der beste Pflanzenschutz! Schädlinge und  Krankheitserreger haben lange Durststrecken zu überdauern, bis ihre Wirts-Pflanze wieder an gleicher Stelle wächst.
- sie ist das stärkste Mittel im Öko-Landbau gegen die „wildwachsende Begleitflora“ (= Unkraut)
- sie fördert das Bodenleben und stärkt damit die Bodenfruchtbarkeit (allein in den obersten 15 cm eines gesunden Bodens leben pro Hektar 180 kg Insekten, Fadenwürmer, Springschwänze, Milben, kleine Borstenwürmer, Tausendfüßler und Weichtiere sowie ganze 4000 kg Regenwürmer!) Krankheitserreger können von einem aktiven Bodenleben gut abgebaut werden.
- der Nährstoffhaushalt im Boden ist ausgeglichener
- der Ertrag der Pflanzen bleibt gut dank der mehrjährigen Anbaupausen! Ohne sie würde der Ertrag einzelner Kulturen jedes Jahr schlechter werden.

Die Einhaltung unserer Fruchtfolge ist also unbedingt notwendig, damit der Boden gesund, lebendig und nährstoffreich bleibt. Das ist die Voraussetzung, um viel gesundes Gemüse ernten zu können!!


20. Mai: Wiederholung Garten-Workshops I + II

Aufgrund der hohen Nachfrage bieten wir den Workshop I "Ist das Salat oder kann das weg?" ein weiteres Mal an: Am Freitag, 22. Mai in Sürth; alle sind willkommen, unabhängig von welchem gartenglück-Feld!! Den Workshop II wiederholen wir in Buchheim am Samstag, 23. Mai. Anmeldung & Infos


20. Mai: Tomaten & Gurken-Pflege

Inzwischen sind auf allen drei Feldern Tomaten und Gurken gepflanzt. Auf jeder kleinen Parzelle sollte jeweils eine Pflanze stehen; auf den Doppelparzellen entsprechend zwei. 

Tomate Primabella: Die Tomaten haben wir liegend gepflanzt. Dadurch wird die Pflanze angeregt, auch oberhalb des Wurzelballens an ihrem Stängel entlang viele weitere Wurzeln auszubilden. So kann sie mehr Nährstoffe und Wasser aufnehmen. Schon nach wenigen Stunden richtet sich der Haupttrieb auf! Tomaten mögen keine kalten Füße, deshalb dürfen sie nicht tief eingepflanzt werden! Stattdessen wird ein kleiner Erdhügel über dem Wurzelballen angehäufelt. 

Gurke Gundel: Sie ist die einzige Kultur auf dem Feld, die bei längerer Trockenheit unbedingt gegossen werden muss. 

Die gute Nachricht: Ab sofort kann das Fruchtgemüsebeet (also der gesamte Bereich, den wir für die Familien der Kürbis- und Nachtschattengewächse vorgesehen haben) bepflanzt werden!!


06. Mai: Was mache ich mit sogenannten "Wunschreihen"?


06. Mai: Lücken in den Gemüsereihen - was tun?